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Blitze

Mechanische Anpassung eines einfachen Funkblitzauslösers an eine Minolta Dynax

D7D mit aufgestecktem umgebauten Funkblitzauslöser
D7D mit aufgestecktem umgebauten Funkblitzauslöser
Diese Bastelei ist relativ einfach zu bewerkstelligen, so dass ich nicht sicher bin, ob es überhaupt notwendig ist, sie zu erwähnen. Vielleicht ist es aber für manchen Benutzer einer Minolta Dynax (Maxxum) oder einer Sony Alpha wenigstens eine Anregung.


Was dieser einfache Umbau nicht kann, ist die elektrische Steuerung. Wer das möchte, sollte sich nach einem Synchronkontaktadapter für die Dynax umschauen. Diese habe ich persönlich allerdings weder getestet noch bisher benutzt.

Die einfachen und inzwischen relativ preiswert zu bekommenden Funkblitzauslöser verfügen in der Regel über einen Mittenkontaktstecker, um sie auf dem Blitzschuh zu montieren und einen Anschluss an die PC-Buchse (Synchron-Anschluss) für Kameras, die keinen passenden Blitzschuh haben, wie z.B. die Minolta Dynax 7D. Das funktioniert soweit auch recht gut, aber mir war der Auslöser, der sich nirgend gut befestigen ließ etwas lästig, da ich die Befestigung auf einer extra Blitzschine für etwas sperrig halte. Dadurch wäre gleichzeitig auch der Stativanschluss besetzt, was ebenfalls nicht so toll ist.



Hier ein umgebauter Blitzauslöser und rechts einer im Originalzustand.

Für diesen Umbau wird der Originalauslöser zunächst geöffnet und die Kontakte für den Blitzschuh entfernt - ein paar Schrauben und etwas löten später bleibt noch der Ring, der eine Konterschraube vortäuscht übrig. Dieser geht einfach mit einer Laubsäge o.ä. zu beseitigen.

Die neue Befestigung besteht bei mir aus einen kleinen stabilen Quader aus zwei Schichten gewebeverstärktem dicken Leiterplattenmaterial (oder wozu das Ding auch immer gedacht war) und zwei Aluminiumprofilwinkeln.
Ich hatte hierzu ein Stück  10 x 12 x 10 x 1,5mm U-Profil zunächst mittig eingesägt, auf Länge des Blitzschuh geschnitten und die verbleibenden Schenkel (aus der Mitte)  auf 4mm zurückgefeilt.
Die beiden Profilstücke wurden dann innen etwas angeschliffen und mittels Sekundenkleber auf dem Block fixiert.
Um den Abstand zwischen Block und Winkel zu erhalten, wurde kurzzeitig ein Schraubendreher (oder Streichholz nehmen) dazwischen gedrückt.

Der Block ist mit Sekundenkleber (und einer Schraube von innen) relativ weit hinten am Funkauslöser befestigt. das hat den Vorteil, das der Auslöser weniger beim Schauen durch den Sucher stört.



Die "Feder" in der Mitte ist ein schmaler geschnittener Metallstreifen aus einem Schnellhefter, sie dient dazu, dass der Blitzauslöser auf der Kamera einrastet - sie soll keinen elektrischen Kontakt herstellen. Etwas untergelegter Moosgummi sorgt dafür, dass das Teil nicht wackelt und klappert. Nach vorne ragt die Feder ein Stuck hervor, um mit leichtem Anheben den Blitzauslöser auszuklinken.

Da ich mit der Haltekraft des Sekundenklebers nicht zufrieden war,  habe ich dann doch lieber auf ein paar Schrauben zurückgegriffen und die erforderlichen M3-Gewinde in den Block geschnitten. Nicht schön, aber es passt.

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Wichtig - besonders wenn man mit Metallteilen arbeitet  - ist die Teile gut zu entgraten, damit der Blitzschuh der Kamera nicht zerkratzt wird. Etwas schwarze Farbe auf den Außenflächen rundet das Erscheinungsbild etwas ab und sorgt dafür, dass das Teil sofort nicht als Provisorium erkennbar ist.

Noch ein paar Bemerkungen:

Bei verschiedenen einfacheren, älteren Minolta Dynax, wie der 500si o.ä. ist es durchaus denkbar, die beiden hinteren Kontakte des Blitzschuhs abzugreifen und zum Auslösen zu verwenden, bei der D7D geht das leider nicht so ohne weiteres.

Da meine Blitzgeräte keine 6,3mm Klinkenbuchsen, sondern 3,5mm Klinken haben, wurde dann auch der Empfänger angepasst und auf 3,5mm umgestellt.
Das Verwenden des 6,3 auf 3,5 Adapters ist lästig und gleichzeitig wird durch das zusätzliche Gewicht von 6,3er Stecker und Adapter ein überflüssiger Hebel an der Buchse wirksam.


geschrieben / geändert am : 30.10.2006