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Zubehör & Experimente

Filterbefestigung / lens mount / Filtermount


Grundlage zum Befestigen von vorgeschalteten Linsensystem ist ein Lensmount / Filterhalter / Filtermount.


Die hier vorgestellte Anleitung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern soll eine Einladung zum Mitdenken und Mitknobeln sein. Das Update resultiert daraus, das es verschiedenen Besuchern schwer fiel die älterer Version zu interpretieren.

Daniel, Dir noch mal vielen Dank für's Mitbasteln!

1. Ein paar Worte zur Einleitung
2. Wahl des Durchmessers - warum M 49
3. Vorteile (für mich)
4. Nachteil
5. Warum es hier keine richtige Bauanleitung gibt
6. Die Konstruktion
7. Spätere Verbesserungen

Ein paar Worte zur Einleitung
Gelegentlich benötigt man beim Fotografieren auch optisches Zubehör wie Filter, Konverter und Nahlinsen. Ich bemühte mich weitegehend vergebens den von HP favorisierten Filteradapter zu einem akkzeptablen Preis und ohne Kopfstände zu erhalten. Bevor ich meinem, mir inzwischen schon ans Herz gewachsenen Fotohändler einen Kuchen mit Kerze auf die Theke stellte, weil die Bestellung den einjährigen Geburtstag feierte, entschied ich mich zu Selbsthilfe.

Wahl des Durchmessers - warum M 49
Das Originalteil von der Firma tiffen verfügt über ein M 37 Gewinde (lt. Herstellerseite). Ich persönlich entschied mich für M 49. Das bringt einige Vorteile, aber auch Nachteile. Jeder der das selbst versuchen will, muss diese anhand seiner eigenen Fotografiergewohnheiten überprüfen und abwägen.

Vorteile (für mich)
Die Filterhalterung mit M49 Gewinde gibt mir die Möglichkeit, viele Ergänzungen zur Kamera selbst zu basteln oder auf preiswerte Alternativen auszuweichen.
Neben einem Sortiment von Farbfiltern, Sternfiltern, Nahlinsen und Polfilter, die für die paar Experimentalbilder neu einfach zu teuer sind, haben sich inzwischen auch einige praktische Hilfsmittel dazu gesellt. Auch wenn manche die Nase über ein "Billigfiltersortiment" rümpfen, muss ich entgegenhalten, dass es sinnvollere Geldanlagen als Filter gibt. Insbesondere, wenn "Krabbeltischfilter" immer noch neu das 4 bis 10fache kosten! Manche bekam ich für 2 bis 3 Euro faktisch geschenkt.

Nachteil
der großkalibrigen Lösung ist allerdings die Abschattung des Blitzes bei Weitwinkeleinstellungen. Damit ihr das besser abschätzen könnt, gibt es eine Seite mit Testbildern.

Warum es hier keine richtige Bauanleitung gibt
Jeder der sich hinsetzt und so ein Ding bastelt, wird - damit es ihm finaziell nicht aus dem Ruder läuft - in erster Linie auf vorhandenem Material aufsetzen.
Genauso wie mein Drehteil läßt sich manches Rohr oder auch eine Konstruktion aus Glasfaserverstärktem Epoxidharz zu verwenden. An Kohlefaservarianten denken wir mal lieber mal nicht

Wer noch Ideen sucht, sollte sich einfach per Mail melden, wir können dann die Varianten gemeinsam checken. Ich würde auch gerne weitere Varianten hier vorstellen, da ich der Meinung bin, das nicht alles, was mit Foto zu tun hat zwangsweise teuer sein muß.

Die Konstruktion
Mein Mount besteht aus einem Drehteil und zwei Metallstreifen aus Alu. Hier einmal eine Prinzipzeichnung des Drehteils der Filterbefestigung, ganz so wurde es aber dann nicht gebaut.


Achtung: immer an der Kamera nachmessen, ich übernehme keine Gewähr für eventuelle Fehler! Die Außenseiten sind, wie man beim Vergleich mit dem Original feststellt, hier als zwei mögliche Varianten gezeigt. Man sollte immer im Blick behalten, wie man dann dieses Teil befestigen möchte.
Der Innenbereich sollte, dort wo das Objektiv sich bewegt, relativ großzügig bemessen sein, da es sonst zu Schäden am Zoomantrieb kommen kann.


Da es uns nicht möglich war, das Gewinde zu drehen, wurde der Filterring eines Skylightfilters genommen und eingeklebt. Zur Vermeidung von störenden Reflexen innerhalb des Filtermount wurde dieser innen mit mattschwarzem Lack gestrichen. Modellbauläden sind dafür eine hervorragende Fundgrube.

Der Befestigungsarm für die Kamera wurde dann in Handarbeit erstellt und angepasst.

Die (Kamera-)Taschenschraube, mit der der Mount dann mit der Kamera verbunden wird, musste verkleinert werden, da der Batteriedeckel sich sonst nicht ausreichend öffnen lässt. Da mein Filtermount normalerweise nur zum Reinigen abgenommen wird, wurde noch eine kleine Schraube durch die Kamerataschenschraube gezogen, die gegen unbeabsichtigtes Lösen der Verbindung schützt. Das ist insofern von großem Vorteil, da die Stativbefestigung der HP aus einem relativ weichen Kunststoff besteht.


Spätere Verbesserungen
So ganz perfekt war der Mount sicher nicht, deshalb wurde dann später weiter daran gebastelt.

Inzwischen hat sich der Mount auch optisch verändert. Sowohl innen gegen Reflektionen, aber auch außen wurde das Aluminiumteil mit mattschwarzer Modellbaufarbe gestrichen. In der Fotowerkstadt meines Vertrauens fand sich noch ein leicht lädierter Gummimantel eines Objektivs, der zwar wenig Sinn macht, aber ganz nett aussieht.





geschrieben / geändert am : 14.10.2004