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Kameras & Objektive

HP Photosmart 618 (Pentax EI200)


Mein "digitales Arbeitspferd" war seit 2001 eine etwas "aufgerüstete" HP 618.


Eine Bemerkung vorneweg: Die Texte über die HP 618, die Hinweise und Umbauten bleiben erhalten und werden ggf. auch weiter ergänzt.
Auch wenn die Kamera für mich für viele Aufnahmen heute nicht mehr zeitgemäß und das Mittel der Wahl ist, so hat sie mich lange ohne ernsthafte Probleme begeleitet. Gerade die Scriptfähigkeit war und ist eines der Merkmale, die ich an dieser Kamera besonders schätze.  Auch heute noch wird sie aus genau dieser Eigenschaft und den Möglichkeiten, die die Ergänzungen liefern immer noch verwendet.

Die Anschaffung der Kamera im August 2001 war von einem Preislimit geprägt, in dessen Rahmen das beste Stück angeschafft werden sollte. Was mich schließlich überzeugte, waren die gegenüber anderen Herstellern von 2Mpix-Cams die leicht günstigeren Daten und Standardzubehör (Akkus, Speicher).

Der angebaute lens mount, also einer Filterhalterung, ist eine Eigenkonstruktion, mit der man ein M49 Gewinde zur Verfügung hat, welches wohl deutlich mehr und preisgünstigere Möglichkeiten bietet, als das schlecht zu erhaltenden Original mit M37 Gewinde.

Ein paar für mich wichtige Daten
Die Belichtungszeit: 4s - 1/1000 s
Schärfeeinstellung : 0,10m (Makro) bis unendlich
Zoom (optisch):5.2-16.5 mm entspricht 34-108 mm bei Kleinbild.*
Scriptfähiges OS (Digita)

Die restlichen Daten der Kamera kann man sich bei HP anschauen, so dass ich mir die Wiederholung spare.

Stromversorgung
Beim Betrieb mit Standardakkus (NiMH 1600 bzw. 1800 mAh) kommt man eigentlich ganz gut klar. Problematisch ist das Display, welches anscheinend extrem viel Strom braucht, besonders wenn man es auf hell stellt und dann eine Weile mit dem Zoom spielt. Besonders bei Aufnahmen in Innenräumen ist das Netzteil dazu sehr sinnvoll.

Videoausgang
Videoausgang (PAL, NTSC) fand ich (theoretisch) toll - leider stellte sich aber heraus, das zwar ein PAL-Signal herauskommt, aber das ist leider weit vom Vollbild entfernt, so dass sich dieser Anschluss maximal für einen Fernseher als groben Kontrollmonitor eignet. Lediglich im Hotel in Paris konnte ich so wenigstens schon mal die gröbsten Fehlschüsse herauswerfen. Wer seine Bilder am PC betrachten kann, braucht diese Möglichkeit nicht. Keine Ahnung, aber vielleicht wäre das bei NTSC anders.

Speichermodule
CompactFlash als Speicher und gleich 16 MB davon - ist nicht viel, aber mehr als bei den anderen Kisten - was will ich denn mit 8 MB - selbst die 16 MB benutze ich maximal um ein paar Dateien zu transportieren. Beim Fotografieren wäre der Speicherbaustein ruckzuck voll.

Zubehör
Was mich heute nach fast einem Jahr "Ehe" mit der Kamera rückwirkend ärgert, ist die Schwierigkeit an Zubehör heranzukommen. HP oder Pentax bieten selbst keines an und verweisen auf Internetfirmen - toll das der Anruf in England wenigstens kostenlos war *g*.

Das Netzteil von HP war dagegen noch relativ schnell über eine guten Computerhändler zu beschaffen gewesen, auch wenn sich die Aussagen über die notwendige Spannung sowie die Bedeutung des Buchstabens hinter der Typenbezeichnung auseinander gingen.

Die Beschaffung eines Filtermount über ein Fotogeschäft habe ich nach mehreren Anläufen und Monaten aufgegeben. In Amerika wäre das weniger ein Problem, aber hier ... und nun habe ich was besseres, man weiß sich ja zu helfen - Danke Daniel

Linuxverträglichkeit
Die Kamera und Linux sind zwei Paar Schuhe. Ich höre leider immer wieder Rufe von Leuten, die es geschafft haben wollen, dass da alles läuft, aber von praxisfest kann keine Rede sein ... also warten wir noch ein halbes Jahr und hoffen, das die usb-storage - Module sich endlich nicht mehr festfahren.

Nun ja, HP hat die Anfrage nach einem Treiber zumindest als formalen Request registriert.

Garantie
Nachdem ein paar Fehler des Gehäuses leider zum Tragen gekommen sind, entschied ich mich die Garantie bei HP in Anspruch zu nehmen. HP repariert die Kameras nicht, sondern tauscht sie nach eigenen Angaben gegen reparierte Exemplare aus. Mein Eindruck ist allerdings, das ich unbenutze Kameras bekam, die ich 5 Tage testen konnte und dann die defekte zurück schicken musste.

positiv:

1. Austausch vor Ort mit 2 Tagen Reaktionszeit
2. eine sehr freundlich Kollegin am anderen Ende


negativ:

1. Austauschkamera hatte einen zentralen Hotpix in einem störenden Blau schon ab 1/45 sec, die zweite einen ehr harmlosen hellen.
2. ich hätte lieber meine repariert bekommen, da der CCD da besser war.
3. extrem komisch - ich würde es fast nicht glauben, aber das Stativgewinde scheint plötzlich bei der anderen Seite anzufangen !?
4. Anrufe sind mit 12 Cent/min nicht gerade geschenkt.
5. Niemand konnte mir sagen, welche Möglichkeiten es gibt, entweder die Bildnummern in der Kamera hochzusetzen, oder den Prefix zu ändern.


Alles in allem war ich nicht ganz unzufrieden mit dem Service.


* HP weigert sich konsequent die Größe des CCD in mm anzugeben. Rechnet man mit deren Angaben eines CCD mit einer Diagonalen von 1/2.7" kommt kein mit dem Faktor für die Brennweiten übereinstimmendes Ergebnis heraus. Auf diese Frage verwies man mich auf einen Onlineshop, wo ich doch bitte ergänzende Geräte wie Telekonverter kaufen möchte, statt sie selbst zu bauen
Pentax hat auf die Frage bisher noch nicht einmal reagiert.


geschrieben / geändert am : 04.04.2006